Echt. Stark. Welcher Noriker-Deckhengst ist der Leithengst?

Jährlich kämpfen mächtige Noriker-Hengste am Alpengasthof Bodenhaus beim legendären Hengstauftrieb um die Rolle des Leithengstes, bevor sie gemeinsam zum "Almsommer" auf die Grieswiesalm getrieben werden.

Tonnen geballter Kraft und Energie. Zwischen fünfzehn und zwanzig Noriker Deckhengste - und nur einer übernimmt für den Sommer die Rolle des Leithengstes. Was für uns Zuschauer recht rau wirkt, ist für die Tiere notwendig, um einen friedlichen Almsommer verbringen zu können. So wird beim Hengstauftrieb beim Bodenhaus unter Aufsicht der Züchter und vor Tausenden Zuschauern die Rangordnung ausgefochten. Beißen, Treten und Boxen - erlaubt ist an Machtdemonstration alles, so scheint es. Steht der Leithengst aber einmal fest, ordnen sich die weiteren Hengste friedlich unter und Kämpfe auf der Almweide sind nicht mehr nötig.

Ihre “Sommerfrische”, die rund hundert Tage dauert, verbringen die Hengste auf den Weiden der Grieswiesalm im Nationalpark Hohe Tauern, die sich bis auf über 2.000 m Seehöhe erstreckt, nicht alleine: Rund 120 Stuten, Fohlen und Jungpferde, 310 Rinder und 180 Schafe und Ziegen von mehr als 100 Auftreibern werden auf die Alm getrieben. Die Grieswiesalm liegt am Fuße des Hohen Sonnblicks in Kolm Saigurn im Raurisertal und hat eine Größe von rund 866 ha. Die Pferdealmgenossenschaft Grieswies gehört zu den auftriebsstärksten Almen im SalzburgerLand.

Bei traumhaftem Wetter waren heuer knapp 5.000 Zuschauer Zeuge des spektakulären Hengstauftriebes. Es wurde wie bereits in den vergangenen Jahren in zwei Gruppen aufgetrieben. In der ersten Gruppe, die ihren Almsommer auf der "Schneeweide" verbringt, übernimmt der Hengst "Vötter Vulkan XVI", von der Deckstation Peter Bergmüller in Pfarrwerfen, die Rolle des Chefs. Die zweite Gruppe führt der Hengst "Hadrian Schaunitz XVII" von der Deckstation Siegfried Imlauer, Saalfelden an.

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Impressionen der letzten Hengstaufriebe in Rauris